Die Zukunft des Online-Shops?

9. Juni 2010 in Social Commerce 2 Kommentare

Fast die Hälfte der Deutschen gibt pro Jahr zwischen 100 und 499 Euro für Käufe im Internet aus.

Dieser Satz stammt aus der im letzten Jahr erschienen Trendstudie der Innofact AG, die im Auftrag des deutschen Versandhändlers Quelle erstellt wurde. Dabei wurden 1.047 Personen zwischen 18 und 64 Jahren online befragt und heraus kam eine sicherlich nicht all zu umfangreiche Studie, die jedoch eines erneut ganz deutlich aufzeigt: Der E-Commerce boomt und das Internet wird auch in Zukunft ein stark wachsender Vertriebskanal sein.

Da wundert es natürlich nicht, dass so langsam auch die großen Modeeinzelhändler den Online-Shop für sich entdecken. Erst kürzlich gab das spanische Textilunternehmen Zara bekannt, ab September 2010 mit einem eigenen Webshop für Kleidung an den Start zu gehen.

Abgesehen von der Aktualität, den häufig niedrigeren Preisen und der Anzahl an Artikeln unterscheiden sich Webshops für Mode oder Accessoires in den meisten Fällen jedoch kaum von ihren Vorgängern, den guten alten Katalogen. Das “Look&Feel”, also das Aussehen und die Handhabung haben sich im Großen und Ganzen nicht sonderlich geändert.

Das könnte sich jedoch bald ändern. Der schweizer Uhrenhersteller Tissot hat auf seiner Internetseite eine Augmented Reality Applikation zur Verfügung gestellt, mit der man die teuren Uhren vor der Bestellung am eigenen Handgelenk anlegen kann. Vorraussetzung für die virtuelle Anprobe ist lediglich Papierarmband, welches sich als pdf-Datei ausdrucken lässt und eine Webcam. Das Armband verwandelt sich auf dem Bildschirm dann in ein 3D-Modell der ausgewählten Uhr. Aber seht selbst:

Was die Firma Tissot mit Uhren macht, sollte doch sicherlich auch für andere Kleidungsstücke machbar sein. Sicher, die Technologie hinter Augmented Reality ist noch nicht sehr alt und hat noch so ihre Kinderkrankheiten aber in Zukunft halte ich es durchaus für möglich, dass ich vor meiner Webcam stehe und die Hemden und T-Shirts vor dem Kauf erstmal in 3D anziehe.

Auch bei Schuhen könnte man so vor dem Kauf schon entscheiden ob die Schuhe wirklich zur neuen Hose passen oder nicht.

Was halten Sie davon? Sieht so die Zukunft des Online-Shops aus?

PS: Gar nicht auszudenken, welche Auswirkungen diese Art des Shoppings auf das weibliche Geschlecht hätte… ;)

Was Augmented Reality ist, erfahrt ihr hier!

Autor: Alex Wagner

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1 Kommentar

  • Lorenz
    10. Juni 2010

    Sicherlich kann Augmented Reality in vielen Bereichen von Nutzen sein. Also gerade in Sachen Accesoires wie Brillen, Hüten, Schmuck usw kann ich mir das gut vorstellen.
    Allerdings grade im Bereich Mode find ich das kritisch. Bei Klamotten & Schuhen gehts ja neben der Optik auch darum, dass die Sachen gut sitzen und man nicht aussieht wie der letzte Helm mit seinem neuen T-Shirt.
    Der benötigte Ausdruck bei der Uhr von Tissot zeigt meiner Meinung nach auch, dass das ganze noch nicht komfortabel genug ist.

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