Foursquare – Wie Unternehmen das nächste große Ding heute schon nutzen

Location-Based-Services (LBS) sind momentan der neueste Trend im Netz. Vorreiter sind wieder mal die Amerikaner, bei denen sich gleich mehrere Online-Dienste zu diesem Thema etablieren konnten. Die prominentesten heißen Foursquare und Gowalla und werden von vielen schon als das nächste ganz große Ding nach Twitter und Facebook bezeichnet.

Die Unterschiede zwischen den beiden „großen“ Plattformen Foursquare und Gowalla hat Martin Heyn in seinem Blog anschaulich zusammengefasst.
Im folgenden möchte ich vor allem auf den Dienst Foursquare eingehen.

Bei Location Based Services teilt man seinen Freunden über eine mobile Applikation (iPhone, Android etc.) seinen momentanen Standort mit. Dieser wird durch die GPS-Einheit des Smartphones automatisch erkannt. “Check-in” wird dieser Vorgang genannt, weshalb auch von “Check-in-Services” gesprochen wird. Zu diesem Check-in kann man zusätzlich Infos oder Tipps zu seinem Standort hinzufügen. Veröffentlicht werden diese Meldungen dann auf der jeweiligen Plattform, lassen sich jedoch auch in die eigenen Facebook- oder Twitter-Accounts als Statusupate integrieren.

Einchecken kann man  immer und überall. Falls eine Location noch nicht vorhanden ist, lässt sie sich in wenigen Schritten hinzufügen. Besonders beliebte Check-ins sind Bars, Cafés, Restaurants oder Clubs. Gleichzeitig werden diese häufig mit Empfehlungen, beispielsweise für ein besonders leckeres Gericht oder einen günstigen Cocktail, ergänzt. Wer in einer bestimmten Location die meisten Check-ins gesammelt hat, wird bei Foursquare zum “Mayor” (Bürgermeister) ernannt. Natürlich nur solange, bis er von einem andern Nutzer überholt wird.

„Wozu brauch ich das denn?“ oder „Was interessiert es mich wo sich meine Facebook-Freunde grade aufhalten?“ werden viele jetzt sagen. Zugegeben, in Zeiten immer lauter werdender Datenschutzdebatten mag es für viele eine große Überwindung darstellen, seinen aktuellen Aufenthaltsort mit der Social Media Gemeinde zu teilen. Doch wer einmal angefangen hat stellt schnell fest, dass es Spaß macht, virtuelle Abzeichen zu ergattern oder der Mayor seines Lieblingsladens zu werden.

Doch auch wenn man persönlich nicht an LBS teilnehmen möchte, lohnt sich eine Auseinandersetzung mit der Materie. Grade für Unternehmen ergeben sich hier neue, spannende Möglichkeiten des Marketings und Werbens. Grundlage dafür sind virtuelle Abzeichen, die der User durch Check-ins sammeln kann. Diese verdient man sich je nach dem wo, wann und wie oft man eincheckt. Welche und wie viel man gesammelt hat, wird anschaulich auf der Profilseite der Plattformen angezeigt.

Eine Liste mit allen (bisher) erreichbaren Abzeichen gibt es hier!

An dieser Stelle wird es für Unternehmer interessant. Will ich, dass meine Kunden möglichst häufig in meinen Laden kommen, gebe ich ihnen einen Bonus (beispielsweise in Form eines Freigetränks) wenn sie sich in meiner Location einloggen. Oder sie bekommen 10% Rabatt auf ihren Einkauf wenn sie mit 3 Freunden gleichzeitig einchecken. Der Kreativität sind hier fast keine Grenzen gesetzt.

Ein schönes Beispiel liefert Joe Sorge aus Milwaukee mit seinem Restaurant AJ Bombers.

Soge bemerkte, dass Gerichte, die von Foursquare Nutzern seines Lokals empfohlen wurden, besonders häufig bestellt wurden. Inspiriert durch das “Swarm Badge” (Schwarm Abzeichen) bei dem mindestens 51 Nutzer zur gleichen Zeit am selben Standort einchecken müssen, rief er über Twitter zu einem Foursquare-Flashmob auf, bei dem sich möglichst viele Leute an einem bestimmten Datum um Punk 15:00 Uhr in seinem Restaurant treffen sollten. Schon um 15:02 Uhr hatten alle 161 Anwesenden, die der Einladung gefolgt waren, das virtuelle Abzeichen erhalten und Joe Sorge verzeichnete den besten Tagesumsatz den er je erreicht hatte. (Gefunden bei mashable.com)

Übrigens, wer sich als Unternehmen bei Foursquare verifiziert und ein besonderes Angebot einstellt bekommt einen eigenen Backoffice Bereich, indem genau zu sehen ist wer, wann, wie oft eingecheckt hat.

Fazit: Natürlich haben Check-in Dienste wie Foursquare noch lange nicht die Popularität wie Facebook oder Twitter. Trotzdem verzeichnen sie rasant anwachsende Nutzerzahlen. In Deutschland gibt es bereits erste Klone wie friendticker oder aka-aki. Von außen Betrachtet erscheinen LBS als die nächste logische Evolutionsstufe der Social Networks. Nachdem ich meine Freunde gefunden und ausgetauscht habe (Facebook, Twitter) zeige ich ihnen wo ich bin und was es dort zu erleben/entdecken gibt. Sicherlich nicht jedermanns Sache, doch gerade Unternehmen sollten die Entwicklungen dieser Dienste im Auge behalten um im passenden Moment attraktive Angebote für die Nutzer bereitzuhalten.

Weitere interessante Artikel über Location-Based-Services gibt es bei den Blogger-Kollegen:

Zeitjung.de
ichimnetz.de
betabuzz.de
sichelputzer.de
stueber.welt.de

Weitere Beispiele für Foursquare Specials:

- Bei Starbucks bekommen virtuelle Bürgermeister von Filialen einen Rabatt von einem Dollar auf Frappucinos.

- Im Nokia Theater am Time Square bekommt der “Mayor” nicht nur einen gratis Drink, sondern muss auch bei Vorstellungen nicht mehr in der Schlange anstehen.

- Studenten der Universitäten in Columbia, Harvard oder den Business Schools in London bekommen von der Financial Times kostenlose Online-Abos, wenn diese in den jeweiligen Kantinen der Unis einchecken.

- Bei Vapiano bekommt man als “Mayor” bei jedem Check-in einen gratis Nachtisch oder einen Kaffee.

- Wer in der Berliner Filiale von “Maskworld.com” das erste Mal eincheckt erhält 5% Rabatt auf den Einkauf

- Das NRW-Forum gibt bei jedem 5. Check-in einen Nachlass von 50 % auf die bekannten Ausstellungsposter des Museums.

- In der Bar “Niederlassung” in München bekommt der “Mayor” bei jedem Besuch ein gratis Bier.

- Im Berliner Friseursalon “Five Monkeys Berlin” gibt’s für den Titel “Mayor” einen gratis Kaffee.

Nutzen Sie bereits Foursquare oder andere LBS? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht und welche Specials kennen Sie? Helfen Sie uns die Liste zu erweitern!

Autor: Alex Wagner

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