Group Buying – Lohnt sich der neue Trend für kleine Unternehmen?

Dieser Tage hört bzw. liest man in den Weiten des World Wide Web immer häufiger den Begriff Group Buying als eine Art des Social Commerce. Dahinter verbirgt sich ein eigentlich ganz simpler und gar nicht so neuer Vorgang bei dem sich mehrere Leute zusammen tun, um gemeinsam ein Produkt oder eine Dienstleistung zu kaufen um dadurch einen Mengenrabatt zu erhalten.

Vor allem in den USA haben sich gleich mehrere Online-Dienste zu diesem Thema etablieren können, wie zum Beispiel LivingSocial oder Tippr.

Der in Deutschland wohl bekannteste Group Buying-Dienst ist das deutsche Start-Up City Deal, welches kürzlich von seinem amerikanischen Vorbild GroupOn übernommen wurde. Aber auch DailyDeal ist in den letzten Tagen vor allem durch seine TV-Spots auf diversen Sendern, bekannt geworden.

Das Prinzip ist schnell erklärt:

Nach der Registrierung bekommt der Nutzer jeden Tag eine Email mit dem Hinweis auf einen neuen Rabatt in seiner Stadt zugeschickt. Die meisten dieser sogenannten Deals sind an eine Mindestanzahl von Käufern gebunden. Ein Deal kommt also erst zustande, wenn bis zum Ablauf der Aktion (meist innerhalb von 24 Stunden) die vom Anbieter festgelegte Mindestanzahl von Gutscheinen “bestellt” wurden. Wird diese Grenze nicht erreicht, findet der Deal nicht statt und es entstehen keine Kosten – weder beim Käufer noch beim Anbieter. Frei nach dem Motto:
“Alles oder nichts!”

Unternehme zahlen bei einem erfolgreichen Deal eine Provision von 30% des Gutscheinpreises an GroupOn. Die Provisonen von DailyDeal sind mir bisher nicht bekannt, dürften sich aber in einem ähnlichen Rahmen bewegen.

Werden keine Gutscheine verkauft, entstehen auch keine Kosten. Da der Vermittler demnach ein großes Interesse daran hat, dass möglichst viele Gutscheine verkauft werden, müssen Unternehmen in der Regel einen Mindestrabatt von 50% gegenüber dem üblichen Produktpreis gewähren.

Mittlerweile gibt es die Möglichkeit Deals auch ohne Beschränkungen anzubieten, weil sich vor allem in kleineren Städten und bei Angeboten mit kleiner Zielgruppe, häufig wenig Käufer finden.

Wie viele Gutscheine in Ihrer Stadt bisher verkauft wurden, können Sie bei GroupOn und DailyDeal unter “Verpasste Deals” auf der jeweiligen Webseite erkennen.

Für welche Branchen lohnt sich diese Art des Marketings ?

Gastronomen können so beispielsweise neue Gäste in ihr Lokal locken und diese durch guten Service und gute Qualität zu Stammgästen machen. Dank hoher Margen bei Speisen und vor allem bei Getränken, lassen sich hier auch hohe, kurzfristige Preisnachlässe gut verkraften. Da überrascht es wenig, dass vor allem Bars und Restaurants zu den regelmäßigen Deal-Anbieten gehören.

Einen besonders kreativen Deal haben sich benachbarte Gastronomen im New Yorker Stadtteil Manhattan ausgedacht. Insgesamt haben sich fünf Lokale zusammengetan und einen Coupon mit einer Variation aus Speisen jedes Restaurants zusammengestellt. Für 18 Dollar konnten die Kunden in jedem der Restaurants ein bestimmtes Gericht bestellen. Insgesamt hatte der Gutschein einen Gegenwert von 35 Dollar. Die Aktion hatte zur Folge, dass jedes der teilnehmenden Lokale neue Gäste für sich gewinnen konnte von denen viele zu Stammgästen wurden. Dieses Beispiel zeigt, dass auch scheinbar konkurrierende Unternehmen gemeinsame Marketingmaßnahmen durchführen können von denen alle profitieren.

Solche Aktionen können natürlich auch für andere Branchen interessant sein.

So könnten sich zum Beispiel Fitnessstudios, Sonnenstudios und Massagesalons zusammenschließen und einen Wellness Coupon anbieten.

Auch im Einzelhandel- oder Dienstleistungsbereich gibt es Möglichkeiten der Kooperation. Ein Shopping/Styling Coupon bestehend aus Modegeschäften, Friseursalons und persönlicher Typberatung. In Kombination können so auch Nieschenanbieter mit kleinen Zielgruppen von Coupon-Aktionen profitieren.

Kombinationsmöglichkeiten gibt es fast in jeder Branche. Schauen Sie sich Ihre Zielgruppe einfach mal genauer an und überlegen Sie, welche Angebote zu Ihren Kunden passen könnten.

Fazit:

Group Buying ist meiner Meinung nach eine gute Möglichkeit für Unternehmen, neue Kunden auf das eigene Geschäft aufmerksam zu machen. Vor allem in Metropolen wie Berlin und Hamburg werden bereits täglich tausende von Coupons verkauft. In kleineren Städten fallen die Verkaufszahlen zwar noch wesentlich geringer aus, allerdings ist auch hier eine steigende Tendenz der Verkäufe zu erkennen. Ob sich ein Engagement lohnt, muss letztendlich jeder Unternehmer für sich selbst entscheiden. Bei dieser Überlegung sollten Sie jedoch auch mal an bisherige Marketingaktionen (zB die letzte Flyeraktion oder die Anzeige in der Regionalzeitung) denken und wie hoch dort der Return of Investment war.

Bei der Auswahl des Anbieters sind Oberflächlich betrachtet keine großen Unterschiede zu erkennen. Im Gegenteil. Es wird spannend sein zu beobachten, welcher der beiden Services sich auf Dauer durchsetzen wird oder ob sich beide dauerhaft etablieren können. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird der Wettbewerb zwischen GroupOn und DailyDeal auch einen Preiskampf mit sich ziehen von dem dann wiederum der Anbieter profitieren dürfte.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Welche Kooperationsmöglichkeiten fallen Ihnen ein und welchen Coupon würden Sie selber gerne kaufen?

Autor: Alex Wagner

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