Megatrend Mobile Web

Gastautor Timo Romano Rojko studiert Betriebswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin. Nebenher ist er an der Konzeption und Umsetzung von mobilen Applikationen beteiligt und bereitet gerade seinen Masterstudiengang im Ausland vor (Internationales Management).

Führt man sich die Entwicklungen des Internets der letzten Jahre vor Augen, so kann man nur immer wieder staunen, mit welcher Kompromisslosigkeit sich das Internet seinen Weg in den Alltag gebahnt hat. Wartete man früher oftmals vergeblich auf den Lieblingsclip im TV, so treten heute an diese Stelle YouTube und zahlreiche andere Videoportale.

Wo früher ausschließlich das Telefon genutzt wurde, reicht heutzutage ein Blick auf Facebook, um sich über den Gemütszustand und den Aufenthaltsort eines Freundes zu erkundigen oder das nächste Treffen zu vereinbaren. Wirklich faszinierend ist jedoch die Tatsache, dass sich die Etablierung der neuen technischen Möglichkeiten schleichend vollzieht. Es gab weder einen Paukenschlag noch existiert ein genauer Zeitpunkt, an dem man den Beginn der revolutionären Nutzung der verschiedenen Dienste festmachen könnte. Ähnlich verhält es sich mit der mobilen Nutzung des Internets, welche mit Verbreitung der Smartphones von Tag zu Tag ebenso selbstverständlicher wird.


Einen Einblick über diesen beginnenden Prozess liefert die Mobile Web Watch-Studie der Unternehmensberatung Accenture von 2010 .

Laut dieser besitzen 69% der in Deutschland Befragten ein internetfähiges Handy. Annähernd jeder fünfte Mobilfunkbesitzer (17%) surft mit seinem Handy im Internet. In absoluten Zahlen ausgedrückt entspricht das rund 7,7 Millionen Personen, wobei von 43% der Befragten das mobile Web sogar täglich genutzt wird (2008: 22% | 2009: 33%).Neben der Tatsache, dass die Nutzung des mobilen Webs tatsächlich auch immer öfters fernab von zu Hause stattfindet (2008:65% | 2009:55% | 2010:83%) ist zudem interessant, dass das Smartphone bei Trends wie Social Networks, Wikis und Bloggen von 57% der mobilen Surfer dem häuslichen Internet vorgezogen wird.

Da jedoch bekanntlich nicht alles Gold ist, was glänzt, soll nicht verschwiegen werden, dass es den Mobilfunkanbietern bisher nicht gelungen ist, den Markt hinsichtlich neuer Nutzer weiter zu durchdringen. Die Anzahl der Nutzer des mobilen Internets blieb 2010 im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant (2008:13% | 2009:18%, | 2010:17%). Auch planen knapp zwei Drittel der Befragten in Zukunft nicht, mit dem Handy im mobilen Web zu surfen. Dabei stellen die hoch empfundenen Kosten und die mangelnde Transparenz des Mehrwertes die größten Einstiegsbarrieren dar. Es gibt also noch einiges für die Marketingabteilungen von Apple, Nokia und Co zu tun, um potenzielle Kunden von den Vorteilen des mobilen Internets zu überzeugen.

Dennoch, die Preise für die Endgeräte und die Tarife der mobilen Internetnutzung werden aufgrund des intensiveren Wettbewerbs der Smartphone-Hersteller und Mobilfunknetzbetreiber erfahrungsgemäß weiter fallen, sodass die Zahl der User künftig weiterhin ansteigen wird. 17% der Befragten planen in nächster Zeit den Einstieg ins mobile Zeitalter (2009:15%), während nur 1% der bestehenden User in Zukunft darauf verzichten möchte. Hinzu kommt, dass der Massenmarkt noch längst nicht durchdrungen wurde, es sich bei den aktuellen 7,7 Millionen Nutzern folglich eher um Early Adopters handelt und das Internet via PC zunehmend als nicht ausreichend empfunden wird (2009:80%.| 2010:72%).


Wahrscheinlich wird es den einen oder anderen Lesern zudem erstaunen, dass Deutschland – bekannt für seine technische Affinität und zahlreichen Innovationen – in Europa längst keine Spitzenposition beim Gebrauch des WorldWideWebs fernab von zu Hause einnimmt. Vergleicht man den Anteil der mobilen Surfer beispielsweise mit unseren direkten Nachbarn aus Österreich (31%) und der Schweiz (27%), so muss der eingangs erwähnte schleichende Prozess in Deutschland (17%) wortwörtlich genommen werden.

Fortsetzung folgt…

 

Bildrechte: flickr.com / Johan Larsson

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